Stand der Dinge

Hallo ihr Lieben,

da bin ich dann mal wieder. Wie geht es euch? Was gibt es Neues?

Mir geht es mittlerweile besser, aber die Übelkeit ist immer noch mein ständiger Begleiter. Allerdings besuche ich die Toilette nur noch selten zum Abhängen. Es ging mir wirklich sehr schlecht, denn ich leide, wie auch bei den beiden Großen (mittlerweile ist es ja tatsächlich so und ich sollte mir vielleicht neue Namen hier einfallen lassen), an Hyperemesis gravidarum. Auf Deutsch heißt das soviel wie „unstillbares Schwangerschaftserbrechen“, aber ich finde, diese Übersetzung wird der Krankheit nicht gerecht. Es ist die Hölle! In den ersten 4 Wochen nach dem Test habe ich kaum etwas gegessen und getrunken, weil alles sofort wieder raus kam. Bis ich Sprite und Vollkornbrot mit Leberwurst für mich entdeckt habe … ja, mein Vegetarierdasein ist erst einmal vorbei, denn mein Baby scheint wohl tatsächlich mehr zu brauchen als ich bis jetzt. Seitdem blieb wenigstens etwas drin. Trotzdem habe ich sage und schreibe 8 kg (mehr als 10% von meinem Ausgangsgewicht) in den ersten 4 bis 6 Wochen seit dem Test abgenommen. Ich war total hinüber, hatte keine Kraft, ich konnte noch nicht einmal einkaufen gehen geschweige denn Essen machen. Das blieb nun alles an den beiden Großen und meinem Mann hängen. In der ersten Woche war meine Mutter hier und hat sich um alles gekümmert, aber sie kann ja auch nicht ewig hier bleiben. Über Ostern habe ich mich mit Vomex mehr oder weniger gerettet … die Nebenwirkungen waren sehr heftig (massives Ohrenrauschen, Schwindel, überhaupt keine Konzentration) und ich hing dann eben abends über Toilette und brachte alles wieder raus. Ja, es liest sich nicht gut. Und dabei bin ich noch eine derjenigen, die noch „gut“ bei wegkommen. Denn mittlerweile weiß ich (seit dieser Schwangerschaft), dass diese Auswüchse der Schwangerschaftsübelkeit nicht normal sind und dass es nicht einfach so spätestens nach der 12. SSW verschwunden ist (das weiß ich schon seit meiner ersten Schwangerschaft vor 13 Jahren). Und es gibt Frauen, die kotzen bis in den Kreißsaal, müssen regelmäßig ins Krankenhaus um über Infusionen aufgepeppelt zu werden oder denken deshalb sogar über einen Abbruch nache. Ich kann es nachvollziehen. Aber niemand spricht darüber, manche Frauenärzte stellen noch nicht einmal die Diagnose. Ist das nicht traurig? Warum kann man nicht einfach sagen: Okay, es geht dir wirklich mies und es ist tatsächlich nicht normal. Das ist Hyperemesis und nicht bloß die normale Schwangerschaftsübelkeit. Warum muss eine Schwangerschaft nach außen hin immer toll, traumhaft, entspannt und einfach sein? Ich habe in jeder Schwangerschaft zusätzlich einen katastrophalen Hb, mein Blutdruck ist ebenfalls unterirdisch. Und seit meinem ersten FA-Besuch habe ich ein Beschäftigungsverbot. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Stress mir dadurch abgenommen wurde. Ich glaube, das ist auch ein Grund, warum es mir jetzt schon  besser geht. Bei den Großen ging es mir bis zur 25. SSW zum Dauerkotzen. Heute bin ich bei 17+3. Ich kann tatsächlich wieder mehr machen: die Wäsche ist kein riesiger Berg mehr, ich kann z.T. wieder einkaufen gehen (manchmal läuft es nach dem Motto „Augen zu und durch“, in manche Läden kann ich aber einfach nicht reingehen, es ist trotzdem mit wahnsinnigem Stress verbunden und ich bin froh, wenn ich wieder zu Hause bin und erst dort über die Toilette muss), gehe spazieren und habe sogar schon wieder etwas genäht. Beim Thema Haus warten wir immer noch auf den Grundbucheintrag … das ist echt nervig, denn das neue Schuljahr beginnt dieses Mal schon Mitte August … bis dahin wäre ich gerne im Haus, damit meine Lütte nicht nach 4 Wochen die Schule wechseln muss.

Und nun zu guter letzt: wollt ihr wissen, ob wir es schon wissen? Oh ja, wir wissen es. So, wie es beim letzten Ultraschall am Donnerstag aussah, bekommen wir einen Jungen 🙂 Und ich habe schon leichte Panik: kann ich auch eine Jungsmama sein? Wie geht das? Ich lass mich einfach mal überraschen 😉 Auch diese Herausforderung werde ich meistern.

Bis bald,

eure Stephie

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Ein Gedanke zu “Stand der Dinge

  1. Oh man, da leidet man ja mit beim lesen. Es freut mich, dass es dir wieder etwas besser geht. 😉 ♥
    Und du wirst sicher eine tolle Jungs-Mama sein. Ich finde nämlich, dass die etwas einfacher sind als Mädchen. Manchmal aber auch einfach *anders*.
    Liebe Grüße,
    Valentina.

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